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Dienstag, 28. August 2012

Epilieren...

Ich war 14. Zwei meiner engsten Freundinnen und ich hatten den Entschluss gefasst: es muss ein Epilierer her. Da wir alle drei knapp bei Kasse waren, haben wir ihn uns zusammen gekauft. Die Verkäuferin hat uns noch nett darauf hingewiesen, dass die Epilation sehr schmerzhaft sei, worauf hin wir ihr nur entgegneten: "Tja, wer schön sein will muss eben leiden."

Ja. Wo soll ich anfangen.
Wir hatten ja nicht geahnt wie schmerzhaft so ein Epilierer sein kann. Wir haben alles versucht. Selbst epilieren, die andere das eigene Bein epilieren lassen, zwei das eigene Bein epilieren lassen (eine hat das Bein gestrafft, die andere das Teufelsgerät bedient). Nichts hat geholfen. Es war nicht auszuhalten. Die letzte Idee die wir hatten: Nachts, wenn alles schläft, steht eine auf und epiliert das Bein der anderen. Während dem schlafen, kriegt man nichts mit. Was man nicht mitbekommt, kann auch nicht weh tun. Perfekter Plan.

Dachten wir.

Es ist natürlich keiner beim Klingeln des Weckers mitten in der Nacht um 3 aufgestanden um das Bein einer anderen zu epilieren. Ganz abgesehen davon, dass jede von uns bei diesem Schmerz aufgewacht wäre.
Wie die Geschichte endet? Das Gerät ist bei irgendeiner von uns im Schrank verschwunden.
Epilieren war damit für mich Geschichte. Ein für alle Mal.

Dachte ich.

Denn mehr als 10 Jahre später, waren die Erinnerungen verblasst, die Technik ausgereifter und das Marketing der Konzerne großartig. Nichts tut mehr weh. Mit Massage- und Unterwasserfunktion ist der Schmerz kaum spürbar. Sagt man.

Hmm.

So habe ich mir in den letzten drei Jahren immer öfter diese Geräte angesehen und doch gestaunt, wie hübsch sie doch geworden sind. Außerdem nervt mich das Nassrasieren immer mehr. Gerade beim Triathlontraining, müssen die Beine einfach immer perfekt rassiert sein. Das ist zeitaufwändig und nervt.

Nach 13 Jahren des Traumas, haben mich Marketing-, Technik- und '100-Tage Geld zurück' Versprechen überzeugt:  dieses Mal wird alles besser.

Das Gerät habe ich schließlich zu meinem Geburtstag bekommen. Ich habe mich fast einen Monat davor gedrückt es auszuprobieren. Heute war es soweit.




Gut, es ist keine Massage. Aber Höllenschmerzen? Nein, wirklich nicht. Schmerzen, ja. Es ziept, aber es ist definitiv auszuhalten. Und das Beste: beim nächsten Mal soll es noch weniger weh tun.
Am ersten Tag sehen die Beine allerdings aus, als ob sie Masern hätten.
Deswegen Mädels: sucht euch einen Tag aus an dem kein Kleid, Rock oder kurze Hose getragen werden muss.

Ich kann das Gerät nur empfehlen: so weich waren meine Beine noch nie. Und das Beste? Sie werden es auch noch in zwei Wochen sein. Hach... einfach toll diese Technik.


Montag, 27. August 2012

Trainingsplan!

Nachdem die letzten beiden Wochen sehr spärlich waren und das Training mehr dem "Wie lange kann ich auf der Couch sitzen bis mir mein Po weh tut" als dem eines Ironman Training entsprach, musste für diese Woche definitiv wieder ein Trainingsplan her.
Damit der Druck auf mich noch höher wird, werde ich ihn hier schön präsentieren:
  1. Drei Laufeinheiten die insgesamt mind. 15 km bringen müssen.
  2. Zwei Rennrad Einheiten mit insgesamt 60 km. 
  3. Schwimmen muss leider ausfallen, da ich es unter der Woche nicht schaffe und am Wochenende das Hallenbad mit 50 m Becken nicht auf hat. 
Macht in Summe fünf mal Sport in dieser Woche. Ha. Wenn das mal nichts ist. Ironman: ich komme!

Sonntag, 26. August 2012

Schöne Dinge...

...sollten auch im Sport nicht zu kurz kommen. 
Und mal ganz ehrlich. Wie schade wäre es wenn so ein wohlgeformter Körper nicht durch optische materielle Highlights glänzen würde?
Ähmmm... nicht dass ich diesen wohlgeformten Körper schon hätte. Nein, aber ich finde man muss ja auf alles vorbereitet sein.
Für mich ist das auf jeden Fall Grund genug um mich mit ein paar schönen Dingen des Lebens auszustatten. Wie mit diesem wunderschönen Nagellack von Chanel... 541 Tentation
Ein unglaublich intensives Pink, das durch einen Rotschimmer zu einer perfekten Farbe wird.


Zugegebener Maßen: im Büro wäre er wohl zu viel. Aber für Freizeit und Sport ist er einfach perfekt... wenn ihr also das nächste Mal auf einem weißen Rennrad einen in weiß gekleideten Flitzer mit Pinken Nägeln seht, dann werde das vermutlich ich sein: ein zukünftiger Astralkörper eingepackt in schönen Dingen.

Mittwoch, 15. August 2012

Erfolge!

Die dritte und letzte Disziplin im Triathlon: meine absolute Hassdisziplin.
Solange ich denken kann, habe ich mich nie für das Laufen begeistern können. Wenn ich mir vorgenommen habe dass heute eine Tag fürs Laufen wäre, dann hatte ich beim aufstehen schon schlechte Laune, habe alle möglichen Aufgaben gefunden die dieses Ereignis der Anstrengung nach hinten schieben könnten. Wenn es irgendwann so spät war, dass kein Ausweg mehr blieb, bin ich also losgelaufen. Mit mir und meinem Kopf. Und der permanenten Feststellung, dass Laufen nervt, keinen Spaß macht, anstrengend ist und ich nach 200 Metern definitiv schon genug Bewegung hatte und jetzt doch Zeit zum umdrehen wäre.
Hmm.
Meine Chancen für den Ironman - eher schlecht.

Seit ca. 4 Monaten allerdings trainiere ich regelmäßig mit einer Pulsuhr und Trainingseinheiten, die nur ein Ziel haben: meine Ausdauer aus der Südsee zurückholen, damit Sie sich endlich mir und den Laufstrecken dieser Welt zeigen kann.
Nach meinem ersten Training, habe ich aber meine neue Pulsuhr verflucht. Sie musste einfach kaputt sein. Defnintiv. Welcher Mensch hat bei so langsamen gehen (ja... nicht annähern sprechen wir von laufen) einen so hohen Puls? Das konnte nicht der Wahrheit entsprechen. War ich wirklich so unfit?

Scheinbar. Denn die Uhr funktioniert.
Nach vielen unzähligen Trainingseinheiten mit langsamen und schnellem gehen, bin ich zum endgültigen Laufen gekommen. Aus 5 Minuten wurden 10 Minuten, dann 15 und heute: ja es sind 45 Minuten die ich ohne Probleme laufen kann. Manchmal hab ich das Gefühl ich könnte ewig so weiterlaufen. Es macht Spaß. Und was ich für unmöglich hielt, haben Technik und Geduld ermöglicht.

Ich bin nicht schnell. Aber ich Laufe. Mit Freude. So lange ich kann. Und irgendwann so schnell ich kann.